Foto: Anna Bauer
Wie-yi arbeitet oft mit Verfremdung. Das bedeutet, Dinge so sehr zu verändern, dass sie noch an ihren Ursprung erinnern, aber gleichzeitig auch viele andere Dinge bedeuten können, also sich selbst „fremd“ geworden sind. Eigentlich versucht die Kunst ja meistens, Dinge zu zeigen, sie abzubilden und auszustellen. Warum macht Wie-yi dann genau das Gegenteil? Das hat verschiedene Gründe, sagt sie. Versteckte Dinge regen die Fantasie an und bringen uns dazu, selbst darüber nachzudenken, was sich hinter der Fassade verbirgt.
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Die Blumen blühen, verströmen ihren Duft und verwelken dann. Dabei hinterlassen sie Spuren der Reise, die sie hinter sich haben, um nach Berlin zu gelangen – und verwelkte, braune Blätter sowie einen etwas muffigen Geruch.
Wie-yis Kunst handelt oft von Identität: wer wir sind und woher wir kommen. Die Identität eines jeden Menschen ist sehr komplex und geprägt von Myriaden (das heißt: unzählbar vielen) verschiedener Geschichten, Orte und anderer Menschen. Auch nicht-menschliche Wesen und Dinge erzählen solche Geschichten, aber sie werden oft nur auf eine bestimmte Weise gelesen. Wie-yi regt mit ihrer Kunst dazu an, das zu ändern.
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Hast du eine Lieblingsblume?
Zeichne sie.
Was weißt du über die Blume? Was kannst du über sie herausfinden?
Was hat sie mit dir zu tun?
Hast du schon mal darüber nachgedacht, wo Schnittblumen herkommen? Wo sie leben? Wie sind sie zu dir gekommen und wie war ihre Reise?