Foto: Felix Broede
Paula ist in Berlin geboren, wo sie die Hälfte ihres Lebens gelebt hat. Die andere Hälfte verbrachte sie in Frankreich, wo ihr Mann herkommt. Heute lebt sie abwechselnd in Berlin und den französischen Bergen. Paula erzählt uns, dass sie Kunst macht, seit sie 10 Jahre alt ist. Damals hat sie mit Malerei angefangen und das dann auch später studiert. Heute arbeitet sie mit unterschiedlichen Materialien und Medien – Druckgrafik, Installation, Video, Wandmalerei und Assemblage (das sind Collagen aus dreidimensionalen Objekten).
Paula nennt die Figuren liebevoll ihre „Schatten-Amazonen“. Sie bezieht sich damit auf die Kriegerinnen in den griechischen Mythen und Legenden, die Amazonen genannt werden – und nicht auf den Online-Shop. Paula hat viel darüber nachgedacht, dass es schon immer Kriegerinnen gegeben hat, dass viele Frauen aber auf eine Art und Weise kämpfen, die keine körperliche Gewalt beinhaltet. Wenn sie sich alle zusammentun würden, so Paula, würden sie eine sehr starke Einheit von einzigartigen Individuen bilden.
Bei unserem Besuch in Paulas Atelier erklärte sie, dass sie die Figuren auf Flohmärkten gefunden hat. Sie haben bereits ein Leben an einem anderen Ort hinter sich. Die verschlungenen Wurzeln, die aus den Figuren herauswachsen, sehen nur aus wie Wurzeln. In Wirklichkeit sind es die oberirdischen Zweige von verbrannten Rosmarinsträuchern aus Südfrankreich. Dieses langsam wachsende Kraut, das schon vor der Zeit der Amazonen zum Würzen von Speisen verwendet wurde, gedeiht in dem heißen Klima besonders gut. Es ist aber auch gefährdet durch die zunehmenden Waldbrände, die die Region heimsuchen. Die Sträucher aus dem Kunstwerk hat Paula nach einem Waldbrand gesammelt.
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Schreibe eine Geschichte über eine der Amazonen.
Welche der Amazonen gefällt dir besonders gut oder fällt dir auf? Was hat die Amazone wohl erlebt? Warum hat sie Wurzeln?
YOSRAS GESCHICHTE
Es war einmal eine Frühlingsfee. Sie war sehr schön und hübsch. Sie hatte eine Krone mit Blumen und alle Tiere mochten sie. Wo sie lang lief, wurde alles Grün, wo sie einen Schritt hinsetzte. Sie war aus Versehen in eine Schneewelt getreten. Dann kam die Hexe. Sie hatte keine Füße und keine Hände, dafür hatte sie Wurzeln. Und wo sie auch hinlief, wurde alles zu Schnee. Und sie hasste die Frühlingsfee. Die Frühlingsfee war sehr nett zu ihr, aber sie hasste sie. Sie fragte sie: „Was machst du denn hier?“ Dann sagte die Frühlingsfee: „Ich bin aus Versehen hier reingekommen.“ Da sperrte die Hexe sie einfach in die Schneewelt ein, indem sie ihre magischen Türen, durch die sie sich vorher zwischen Winter- und Frühlingswelt bewegen konnte, verschloss. Aber die Frühlingsfee hatte keinen Schlüssel und war eingeschlossen. Sie würde erfrieren und ihre magischen Kräfte verlieren. Sie sagte: „Gib mir den Schlüssel!“ „Nur wenn du das Rätsel löst. Wie heiße ich?“ „Winterhexe“, sagte die Frühlingsfee. „Nein! Du hast 5 Tage, um das Rätsel zu lösen.“ Dann verschwand sie.
Am nächsten Tag kam die Winterfee zurück. „Was ist los?“ „Ich weiß deinen Namen. Schneefrau!“ „Nein!“ „Schneeflocke“ „Nein! Du darfst morgen noch rätseln, dann bist du für immer eingesperrt.“ „Okay.“ Am nächsten Tag kam die Winterfee wieder und die Frühlingsfee sagte: „Ich habe einen Mann und bin schwanger.“ „Lass mich raus!“ „Ist mir egal!“, sagte die Winterfee. „Wenn du es nicht schaffst, musst du mir dein Kind geben. Du hast keine Wahl.“ Die Frühlingsfee nahm ihre letzten Kräfte und zauberte ein kleines Elf. Sie sagte zum Elf: „Finde den Namen der Winterfee heraus.“ Dann ging die kleine Elf zur Winterfee und hörte wie sie sagte: „Keiner weiß meinen Namen. Ich heiße…Schneeball.“ Der kleine Elf hatte es gehört und ging zur Frühlingsfee und sagte ihr: „Die Winterfee heißt Schneeball.“ „Okay, das war easy!“
Am letzten Tag erfuhr die Winterhexe, dass die Frühlingsfee den Namen kannte und flog zu ihr. Sie sagte: „Wie ist mein Name? Das weiß keiner!“ Nun sagte die Frühlingsfee: „Du heißt Schneeball.“ „Ne…WAS?“, sagte die Winterfee und wurde blass vor Schreck. Danach sagte sie: „Woher weißt du meinen Namen?“ „Ich war die ganze Nacht wach und habe überlegt.“ Die Winterfee fing an zu schmelzen. „Niemand hat bisher meinen Namen erraten, du verfluchte Frühlingsfee.“ Und sie schmolz weiter und die Schlüssel fielen auf den Boden. Die Winterfee öffnete die Tür und verließ die Winterwelt. Nun konnte sie nach Hause gehen, zurück zu ihrem Mann, wo sie ihr Baby bekam.
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Amazonen lebten zur Zeit der Antike vor über 1500 Jahren. Sie bauten kein Getreide an und lebten nicht in Städten, sondern ritten zur Jagd und waren bekannt als tapfere Kämpferinnen und gefürchtete Reiterkriegerinnen.